Kammerwahl 2016 – Arbeitsgruppe Architekt als Auftraggeber

Redaktion Archiv

Das Thema Urheberrecht beschäftigte die Arbeitsgruppe sehr intensiv. Das Urheberrecht spielt in der Architektur eine immer größere Rolle. Denn das Bauen verändert sich, in Zukunft werden sich Architektinnen und Architekten noch mehr als heute mit dem Bestand befassen. Das trifft vor allem auf die nach dem zweiten Weltkrieg in großer Zahl erstellten Bauten der 50er und 60er Jahre zu. Aber auch schon Bauwerke aus den 70er und 80er Jahren erfüllen oft nicht mehr die heutigen Anforderungen und müssen überarbeitet werden. Brandschutzauflagen und energetische Maßnahmen sind heute zentrale Themen, die sich unmittelbar auf das Urheberrecht auswirken können.
Sanierung und Modernisierung, An- und Umbauten: In all diesen Fällen ist ein Blick auf das Thema Urheberrecht notwendig. Schließlich existieren viele der Büros noch, die diese Gebäude seinerzeit geplant haben. Manche Architekten befinden sich vielleicht im Ruhestand. Bei anderen spielt die Frage der Vererbbarkeit eine Rolle. Urheberrechtliche Fragen in der Architektur können sich auch stellen, wenn vorliegende Planungen durch den Auftraggeber oder Dritte verändert werden.
Die Ergebnisse sind in einem Booklet mit dem Arbeitstitel „Das Urheberrecht von Architektinnen und Architekten, 10 Fragen 10 Antworten“ publiziert, das kurz und knapp in das Thema einführt und Antworten auf zentrale Fragestellungen gibt. Aufgrund der Komplexität des Themas wurde ein Jurist aus der Bauverwaltung zur inhaltlichen Ausgestaltung hinzugezogen. Empfehlungen zum Vorgehen in komplexeren Fällen sind ebenso enthalten wie Hinweise zur weiteren Beratung durch die Kammer.
Das Booklet ist über die Bayerische Architektenkammer erhältlich.

 

 

Dipl.-Ing. Stefan Schrammel VfA

Vorsitzender der Arbeitsgruppe Architekt als Auftragsgeber